Montag, 20. Oktober 2014

s/w Fokus



mein Beitrag für den s/w Fokus am Montag bei Christa


Der Oktober ist bei uns die letzten Jahre zum traditionellen "auf den Friedhof gehen" Monat geworden. Dabei verbinden wir das Überbringen von Blumenschmuck für das Familiengrab mit einem Rundgang über den Friedhof. Der Riensberger Friedhof in Bremen ist mir seit frühester Kindheit vertraut. Fast jeden Sonntags ging es mit den Eltern dahin zur Grabpflege. Schon damals hatte ich einen Hang zu den Engeln und Figuren auf den Gräbern Auch heute empfinde ich die Stimmung in diesem als Park angelegten Friedhof nicht als bedrückend. Keine endlosen Gräberreihen mit der ewig gleichen Grabbepflanzung und erdrückenden Grabsteinen einer wie der andere sondern eine durchdachte Anlage der Gräberfelder mit Bezug zu der Kapelle am Eingang. Mit Alleen, einem See und Wasserzügen. Bunt bepflanzte unterschiedlichst gestaltete Grabstellen, dazwischen Mausoleen, Engel und Figuren. Ehrwürdige Grabinschriften auf verwitterten Sandsteinplatten, die sich kaum noch entziffern lassen. Eine Atmosphäre gewachsen in den fast 140 Jahren seit Bestehen des Friedhofs, verwunschen fast heiter - vor allem jetzt in den Tagen des goldenen Oktobers. 


Mausoleum Rutenberg






Samstag, 18. Oktober 2014

Mimik


Pffft ...  ich seh dich gar nicht

Gesichter einer Katze - Frau Pieselschön und ihre Meinung zu Mama Pinky



Montag, 13. Oktober 2014

Mühlentag im Fokus


Wassermühle in Süstedt

mein Beitrag zum s/w Fokus am Montag bei Christa (What I Love)



mehr von der Mühle ... klick



Donnerstag, 9. Oktober 2014

Willy


Willy 

Mein geschmeidiger schwarz glänzender Freund mit den markanten hellen Augen ist nicht nur ein ästhetische Erscheinung sondern auch ein kluger Kopf. Er kann kleine Kunststückchen (danke an Mrs. Columbo für die Inspiration) und ist in seinen Handlungen immer sehr überlegt. Seine Stimme ist leise, wird nur laut wenn er sich durchsetzt. Er ist anhänglich, sanft und ruhig. Zielstrebig wenn er etwas erreichen möchte aber nie aufdringlich. Wir hatten neulich Übernachtungsbesuch - er hat sich streicheln lassen und war sehr charmant. Er hat einen Hang zur Damenwelt und hofiert Frau Pieselschön. Sein Jagdgeschäft betreibt er ebenfalls ganz unaufgeregt. Gern bringt er seine Mäuschen mit in die Wohnung und freut sich, wenn ich mit damit beschäftige die Tierchen wieder unter den Schränken vor zu bringen und in die Freiheit zu entlassen. Ich mag ihn, den kleinen weichen Kuschelkater mit dem Knick in der Schwanzspitze.


Dienstag, 7. Oktober 2014

Crysanthementee und Bohnenreis


Bis jetzt habe ich einfach aus Frust nicht über mein defektes Auge schreiben können. Auch möchte ich nicht gern zu denen gehören, die mit zunehmenden Alter nur noch über ihre Krankheiten sprechen. Da gute Sehfähigkeit für jemanden der fotografiert und seine Bilder am PC bearbeitet, essentiell ist, doch noch ein paar Worte. "Epiretinale Gliose" lautet der Fachbegriff dafür, dass sich vor/auf meiner Netzhaut ein kleines Häutchen gebildet hat, das meine Sehfähigkeit von 100 auf 60% herabgesetzt hat. So sehe ich jetzt rechts einen trüben gelben Fleck genau da, wo das Auge den Autofokus sitzen hat. Zudem eiern sämtliche Linien, weil diese Membran die Netzhaut verzieht.  So sehe ich an allen Linien entlang hübsche Wellenlinien - doppelt, dreifach, vierfach ... Und das ganze Top-Paket umsonst, einfach so, von einem Tag auf den anderen - als Dreingabe anfangs verbunden mit extrem entzündeten und schmerzenden Augen (beide), die mich überhaupt erst in den Notdienst getrieben haben. 

Mit einer Brille wird man da nix. "Die Optik kann man reparieren" hat die Ärztin in der Klinik gesagt " aber den Film nicht". Man könnte operieren und das Häutchen entfernen  ... aber:  die OP ist nicht ohne und wird von der Krankenkasse erst dann bezahlt, wenn die Sehfähigkeit noch weiter runter ist. Mit der OP kommt  die Sehschärfe nicht zurück sondern man entledigt sich nur der Verzerrungen und kann die noch vorhandene Sehfähigkeit halten. Soweit der Sachverhalt. Man wird bei mir vorerst weiter kontrollieren, wie sich die Sache entwickelt. Der Äußerung der Oberärztin war sinngemäß wie folgt: Da ich keinen wichtigen Beruf ausübe wie ein Architekt, der ob der vereierten Linien an seinem geplanten Wolkenkratzer sagt  "geht gar nicht" sondern eher in die Kategorie strickendes Mütterchen gehöre, die unter Umständen die Verzerrungen gar nicht mit bekommt, weil ohnehin alt und sehschwach,  bin ich mit einer OP erstmal außen vor.  Ist jetzt etwas überspitzt auf den Punkt gebracht, trotzdem jedoch schon ein Schlag vor den Kopf.  Aber ich prügel mich auch nicht unbedingt um diese Operation  zumal die Veränderungen nur minimal sind und im Nachtrag die Äußerungen der Ärztin als Beispiel für die Abwägungen zu werten sind, die für eine Entscheidung "OP oder nicht" in Betracht zu ziehen sind. 

Der Schock klingt bei mir so langsam ab und ich arrangiere mich. Mit beiden Augen kann ich noch passabel sehen. Für meine geschwollenen roten Augen und die Schmerzen haben sich die Ärzte erst gar nicht interessiert. Auch nicht für die Wolken die sich ins Blickfeld schoben. Trockene Augen und Lidrandentzündung sagte wenigstens der nette Assistenzarzt im Notdienst. Mein behandelnder Augenarzt redet nicht viel, eigentlich redet er gar nicht - vielleicht mal auf Nachfrage. Immerhin konnte ich ihm eine Überweisung in die Augenklinik zwecks weiterer Untersuchung der epiretinalen Gliose abringen. In der Fachklinik, wo weitergehende Untersuchungen mittels bildgebender Verfahren gemacht wurden (jepp ich habe meine Augen von innen gesehen !!) interessierte man sich vordergründig für das Geschehen auf der Netzhaut empfahl aber Vitamin A-Salbe für die trockenen Augen.

Da ich zu denen gehöre, die sagen "hilf Dir selbst, sonst hilft Dir keiner" habe ich sämtliche Maßnahmen ergriffen, die mir für meine geschwollenen roten Augen, die extreme Lichtempfindlichkeit und die Schmerzen einfielen. Wochenlang habe ich fernsehen mehr als fernhören betrieben und beim Hinsehen eine Sonnenbrille aufgesetzt. PC ging nur immer kurz maximal 10 Minuten am Stück.

Ich tropfe seit Wochen fleissig den ganzen Tag über künstliche Tränenflüssigkeit verschiedener Hersteller, probiere meinen homöopathischen Giftschrank durch und halte mich an die Empfehlungen der chinesischen Medizin was die Ernährung bei Augenkrankheiten angeht. Crysanthementee (sehr zu empfehlen, schmeckt lecker, kühlt Hitze, löscht gut den Durst) und Bohnenreis um es auf den Punkt zu bringen. Letzteres ist etwas gewöhnungsbedürftig: man koche eine halbe Tasse Reis und eine Handvoll Böhnchen in 1,5 Liter Wasser, würze anschließend mit 2 Teelöffeln Honig. Mit Milchreis und weniger Wasser schmeckt das sogar gut.  Das nur am Rande. Wer jetzt noch nicht genug von Augenerkrankungen hat, kann hier näheres nachlesen:  KLCK. 






das Amsler-Gitter, so in etwa sieht das bei mir aus ....