Dienstag, 10. November 2009

Der schwarze Kater

Der schwarze Kater mit den weißen Pfoten ist dagewesen. Morgens gehe ich immer als erstes durch den Garten und kontrolliere die Meldestellen, wer da alles seine Markierung hinterlassen hat. Und dann sage ich Bescheid, dass ich auch da war. Das ist sehr wichtig und anstrengend. Manchmal treffe ich den schwarzen Kater ganz unvermittelt. Dann schreie ich ganz laut auch wenn er mir noch nichts getan hat. Irgendeiner kommt immer angelaufen um mir zu helfen. Der schwarze Kater ist in Silla verknallt. Im Frühjahr hat er versucht, ihr kleine Kätzchen zu machen. Silla fand das nicht gut und versteckt sich jetzt immer wenn er kommt. Vielleicht ningelt sie deshalb in die Wohnung. Sie ist pischisch gestört meint die Dosi dazu.

Die Dosi sitzt zuviel am Computer. Ich gebe mir sehr viel Mühe, sie abzulenken und auf andere Gedanken zu bringen. Am besten geht das mit dem rein/raus Spiel. Das geht so: ich sage, dass ich unbedingt raus möchte. Dosi läßt mich raus. Nach 2 Minuten sitze ich vorm Bürofenster und schaue vorwurfsvoll. Dosi eilt zur Tür und läßt mich rein. Ich esse einen Happen, setze mich auf die Tastatur und beobachte die Dosi. Sie nimmt mich auf den Arm und ich schnurre ihr was vor. Wenn sie mich nicht mehr haben will, laufe ich wieder zur Tür, damit sie mich rausläßt. Jetzt reagiert sie schon nicht mehr so gut wenn ich vor dem Fenster sitze. Dann nehme ich mir immer eines der Fenster mit den Fliegengittern vor. Da kann man sich wunderbar dranklemmen und Löcher in das Gewebe machen. Das kruschelt so schön und hilft immer. Dosi läßt mich rein. Ich hopse auf den Schreibtisch, wir kuscheln ein bisschen und ich tapse der Dosi vorsichtig im Gesicht herum. Ganz vorsichtig, damit sie nicht wieder roten Ausschlag im Gesicht bekommt. Und dann lege ich mich erstmal eine ganze Weile auf's Ohr und träume von gefährlichen schwarzen Katern.

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