Montag, 29. März 2010

Jeden Morgen das Gleiche

Dosimenschen schlafen die ganze Nacht durch. Morgens sind sie vom vielen Schnarchen und Rumwälzen  so erschöpft, dass sie nicht aus dem Bett finden. Da muß man sich als Katze etwas einfallen lasssen, sonst gibt es kein Frühstück.
Die Dosifrau hat neben dem Bett so ein tickendes Ding stehen, das jeden Morgen zur gleichen Zeit einen Höllenlärm macht. Das ist das Zeichen zum aufstehen. Doch statt dessen haut sie dem Teil mit gezieltem Schlag auf den Kopf. Dann schweigt es beleidigt und die Dosi schläft wieder ein. Am besten für Dosis ist, wenn sie langsam aufwachen und alle 10 Minuten daran erinnert werden, dass es bald Zeit ist, die Katzen zu füttern. Eine Stunde vor dem schreienden Blechteil fange ich schon einmal an laut und bestimmt im Schlafzimmer auf und ab zu gehen, springe ans Fenster lasse mich auf den Boden plumpsen, miaue kleine "guten Morgen Liedchen" vor mich hin und wetze meine Krallen am Bettgestell. Ich springe auf den Nachttisch und werfe das tickende Teil um. Ich trampele über die Betten quer über die Dosis. Vor allem der Weg hinten über die Kopfkissen ist sehr wirkungsvoll. Man kann dabei der Dosi in die Haare treten. Ganz beiläufig , fast wie aus Versehen aber nicht ohne das Gewicht einmal voll auf die Pfote in den Haaren zu legen. Ein "auhhh" ist schon mal ein Zeichen, dass auf meine Bemühungen reagiert wird.  Dann sage ich "bruhh" als Entschuldigung und glotze der Dosi ins Gesicht, ob die Jalousien über den Augen schon hochgegangen sind. Beim Dosimann geht das nicht, der hat keine Haare. Für ihn mache ich die Tür vom Schlafzimmerschrank auf. Wenn man lange genug dran rumfummelt und kratzt geht sie auf und meckert dabei sehr laut und knarrend. Daraufhin  kommt der Dosimann im Bett hoch und schreit "was, was, was".  Dann sagt die Dosi sie will noch schlafen und er solle nicht so laut sein. Sie fangen an zu streiten und meist sind sie danach wach. Wenn das nicht funktioniert werde ich sauer und beiße in die Holzknöpfe an den Schränkchen neben den Betten. Das dröhnt ordentlich in den Ohren der Dosimenschen und spätestens jetzt stehen sie mit verwirrten Blicken auf, wanken zum Kühlschrank und rücken das Katzenfutter raus. Nach einem kurzen Happen will ich natürlich erst mal nach draußen. Den Rest nehme ich später. Dann habe ich auch Zeit, meiner Dosi ausgiebig "guten Morgen" zu sagen und mit ihr zu schmusen.

Hier noch ein Video von "Simon's Cat" mit Anregungen, was man in Härtefällen sonst noch machen kann, wenn die Dosimenschen nicht aus dem Bett kommen.:

Kommentare:

  1. Hihi ich kenne die kleinen Filmchen...herrlich!
    Liebe Grüsse
    Dany

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  2. Hach, wie köstlich ist dieser Text!
    Und Katzis Tun kommt mir stellenweise so was von bekannt vor... ;-)))

    LG Elena

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  3. Wenn ich das so lese Nero Corleone kommt mir wie ein echter Spießer vor ;))

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  4. Herrlich!! Das kennen wir! Vor allem auch den
    Spaziergang hinter den Kopfkissen...

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