Freitag, 24. Juni 2011

Der Teufel und der Belzebub

Die Dosi meint:
Allergien sind weit verbreitet und viele Menschen leiden ganz besonders unter Tierhaarallergien. Ich gehöre dazu - ich bin allergisch gegen Katzen. Nicht nur gegen Katzen, das sei dazugesagt.  Schon das Einatmen von Duftstoffen kann bei mir Atembeklemmungen auslösen. Reinigungsmittel, Parfüms, Kosmetika, Farben ... alles potentielle Feinde für mich. Leider läßt sich das mit den herkömmlichen Pricktests nicht nachweisen und der Lungenfacharzt und Allergologe hebt nur  mahnend den Zeigefinger und sagt "keine Katzen". Da das Asthma nun mal da ist, schreibt er mir trotzdem meinen Kortisoninhaler auf und ich halte mich natürlich nicht an seine Empfehlung die Katzen abzuschaffen. Ich kann auf vieles verzichten - nur nicht auf eine Katze.

Nun sind ja letztes Jahr auf einen Schlag 5 neue Katzen dazugekommen, die sich auch zeitweise in der Wohnung aufhalten.  Ich musste meine täglichen Inhalationen wieder auf 2 heraufsetzen, davor konnte ich mich auf einen Hub pro Tag beschränken. Auf der Suche nach Möglichkeiten mir das Leben angenehmer zu machen, stieß ich auf ein Mittel namens Allerpet. Eine Lösung zum Auftragen auf die Katze, die bewirken soll, dass die Allergene nicht in die Raumluft abgegeben werden. Völlig natürlich und ungiftig. Zwar waren die Inhaltsstoffe nirgendwo angegeben (oder ich habe sie nicht gefunden) aber da sich die Berichte von Benutzern dieses Mittel sich positiv lasen, bestellte ich mir auch eine Flasche. Heute morgen habe ich Tinky und Hermann damit behandelt.  Erst als meine Nase anfing zu laufen habe ich erst die Inhaltstoffe angeschaut und kann nun sagen: einmal und nicht wieder. Schon das Konservierungsmittel Methylisothiazolinone steht in Verdacht, Allergien auszulösen. Die anderen Inhaltststoffe habe ich gar nicht erst nachgeschaut sondern gleich beschlossen, die Flasche zu entsorgen. Kopfschmerzen, geschwollene Zunge und Nasenschleimhäute ...  nee, das brauche ich nicht.  Das hieße, den Teufel mit dem Belzebub austreiben. Da stopfe ich lieber meine Bettwäsche alle paar Tage in die Waschmaschine, renne nach jedem Katzenkontakt zum Wasserhahn und lebe so gut es geht mit meinen Katzen und ihren Allergenen.


Twinkle, ein garantiert natürlicher Allergenträger  ;-))

Nachtrag: das Konservierungsmittel ist auch in meinem Shampoo wie ich festgestellt habe. Da ich mit dem Shampoon keine Probleme habe, muss der Auslöser für die allergischen Erscheinungen ein anderer sein. Ich werde mal ein wenig nachforschen.


Kommentare:

  1. Oh ja, diese Einstellung kenne ich. Ich würde auch niemals auf eine Katze verzichten wollen. Ich hatte mal vor langer Zeit einen Freund. Der war auf viele Dinge allergisch. Eines Tages hat er mich gefragt: Na, wenn ich nun eine Katzenallergie hätte, was dann? Dann müsstest du die Katzen weggeben. Und ganz coll erklärte ich ihm: Nö, dann würde ich dich wegschicken ;)
    Tja, so isses :)
    Liebe Grüsse
    Dany

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  2. Auch mein Mann ist Allergiker, laut Test auch gegen Katzen - nur bemerkt er das im Umgang mit unseren Tieren überhaupt nicht. Vielleicht beschäftigen seine Allergien gegen Hasel, Birke und irgendwelche Gräser sein Immunsystem so sehr, dass Katzen einfach so 'durchrutschen'... ;-)
    Jedenfalls will er genauso wenig auf Nicki und Moritz verzichten wie ich - wäre es anders, hmmm - dann müßte einer von den dreien wohl in den Keller umziehen. *GG*

    LG Christina

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  3. Liebe Christiane,

    ein sehr schwieriges Thema. Laut Allergietest bin ich gegen Katzen- und Hundehaare allergisch. Ich habe aber keinerlei Beschwerden. Manchmal denke ich mir auch, was tun ich nur, wenn es soweit käme .... ich kann nicht ohne Katzen leben.

    Ich kann mir vorstellen wie Du Dich fühlst. Alle Katzen weggeben, die Ärzte haben leicht reden. Meiner wollte dass ich vorsichtshalber die Katzen abschaffe, solange ich noch keine Beschwerden habe ....

    Ich wünsche Dir sehr, dass Du auch weiterhin einigermaßen gut damit leben kannst - auch mit Katzen.

    LG Claudia

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  4. Liebe Christiane,
    auch ich hatte - aufgrund meiner Katzen - Bronchial-Asthma. Diese Allergie bekam ich im Jahr 1993 - vier Wochen, nachdem meine beiden Katzenkinder Willi und Tussi zu mir ins Haus kamen. (beide äußerst langhaarig!) Auslöser war: Wolfgang brachte mir frühmorgens die, durch ein Auto getötete, Biggie heim ! Ich dachte, mein Herz bleibt stehen. Das war zwar nicht der Fall, aber kurz darauf "pfiff ich aus dem letzten Loch!"
    Beim ersten Asthma-Anfall dachte ich - "du bekommst einen Herzinfarkt" - mein Herz raste wie verrückt.
    Diagnose des ersten Arztes: Katzenallergie, Katzen müssen weg.
    Diagnose des zweiten Arztes: Katzenallergie, Katzen müssen weg.
    Diagnose des dritten Arztes - selber Katzenbesitzer: Katzen bitte NICHT ins Bett ! Und: nachdem man auf den Speichel der Tiere allergisch reagiert - die Katzen hin und wieder mit einem feuchten Tuch abrubbeln. (geht gut, nur hat sich meine Tussi anschließend wie verrückt geputzt!)
    Wer sagt´s denn, mit dem konnte ich - wenn auch schwer - leben.
    Ich probierte alles: Bioresonanztherapie - Spritzenkur - Eigenblut .... nur: meine Katzen hätte ich niemals hergegeben! Ich war nur heilfroh, daß ich die Allergie bekommen habe, und nicht mein Mann......Wie sagt man seinem Liebsten, daß man die Katzen nicht weggeben kann? Aber dieses Problem hatte ich zum Glück ja nicht!
    Mit kortison-haltigen Sprays habe ich mein Problem in den Griff, bzw. Luft, bekommen - und das Alter meinte es auch gut mit mir! Mit zunehmenden Jahren ging´s mir besser - nun trage ich mein Spray zwar ständig bei mir - habe es aber schon ewig nicht mehr benötigt!
    Toni und Lisa sind mittlerweile auch wieder im Bett - und ab und zu gönne ich mir ein "Genuß-
    Zigaretterl ! Ein Heilpraktiker meinte seinerzeit, daß meine Allergie durch einen Schock ausgelöst worden sei - kein Wunder, wenn das geliebte Tier frühmorgens durch das eigene Herrli tot auf der Straße gefunden und heimgetragen wird !
    Vielleicht ist es ein kleiner Trost - mit meinem Asthma mußte ich 13 Jahre leben - mein Körper hat das Problem alleine lösen können.
    Wenn ich am schwarzen Brett unserer Tierklinik lesen muß, daß Katzen aufgrund der Allergie in gute Hände abzugeben sind............ich hätte das niemals machen können, obwohl mich zwei Ärzte für total bekloppt gehalten haben !
    Ich würde Dir aus vollstem Herzen wünschen, daß Dein Körper im Laufe der Zeit sich auch eines Besseren besinnt, und die Allergie vergißt !!!
    (ich weiß aus eigener, langjähriger Erfahrung, das Asthma-Anfälle alles andere als angenehm sind!)
    Ganz viele liebe Grüße
    Brigitte P.

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  5. Brigitte, da kannst Du froh sein, dass sich das Problem bei Dir von allein gelöst hat.

    Bei mir fing das mit den Allergien in der Lehre an (da hatte ich noch gar keine Katze). Aber ich kam in Kontakt mit Farben, Klebern, Reinigern, Entwicklern und Fixiermitteln. Damals dachte ich noch, ich sei dauernd erkältet und wurde auch so behandelt. Es vergingen einige Jahre bis mal ein Allergie-Test gemacht wurde - da hatten wir mittlerweile auch bereits Katzen. Resultat des Tests: allergisch gegen Katzen, Hunde, Meerschweinchen, Hamster, Hausstaubmilben, bestimmte Gräserpollen und Birkenpollen. Das volle Programm. Ich finde, da kommt es auf ein paar Katzen nicht mehr drauf an.
    Die Asthmaanfälle manifestierten sich erst später - nachdem ich in einem Jahr 4 mal eine schwere Bronchitis hatte. Davor beschränkten sich die allergischen Erscheinungen auf eine laufende Nase und Triefaugen. Na ja, mach was dran. Nun ist es eben so. Was mich am meisten nervt, ist die Überempfindlichkeit gegen viele Duftstoffe. Da kann man sich nun überhaupt nicht gegen wehren, sie sind allgegenwärtig.
    LG Christiane

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