Samstag, 11. Juni 2011

Gedanken

Gedanken zu Paulchens Verschwinden.

Wir wohnen im ländlichen Raum. Ringsum Felder und Wiesen,  verstreut einige Höfe, die durchaus im Bewegungsradius einer Katze liegen. Wobei nach meiner Erfahrung die Katzen eher in Hausnähe bleiben und die Kater ein größeres Revier beanspruchen.

Gegenüber, so im Abstand von etwa 3oo - 500 m liegen zwei Höfe. Von einem kommt der braune Kater, auf dem weiter entfernten  gibt es diverse Katzen (kastrierte, möchte ich betonen)  Bis zum nächsten Haus zur Rechten sind es fast 2 Kilometer - dazwischen Wege,  Felder und Wiesen gerahmt von Gebüsch und Hecken - Wildlife pur. Hasen und Füchse sagen sich hier Gute Nacht.  Nach links sind Nachbarn getrennt durch eine Weide fast unmittelbar an uns dran. Da gibt es auch 2 Katzen ( Sando kommt daher) und ein Hund. Wenn Paulchen dort auftauchen würde, hätte man sich bei mir schon gemeldet. Ist sehr unwahrscheinlich wegen des Hundes. Die nächste Katzenpopulation die ich kenne, lebt auf einen ehemaligen Hof etwas 1,5 km zur Linken. Manchmal vermute ich, die ganzen Katzen, die hier auftrumpfen, kommen von da.

Hinter unserem Haus ist unsere Hausweide, angrenzend ein Acker und wieder Wiesen bis runter zu einem Bach. Auf dem Acker hinter unserer Weide, knapp 200m vom Haus entfernt habe ich heute morgen Willi gesehen. Ganz schön weit für so eine junge Katze.  Warum ich das so minuziös aufdrösel ist die Tatsache, dass Jäger berechtigt sind,  Katzen die sich weiter als 200 - 300 m von nächsten Wohnhaus befinden abzuschießen.  Hier mal ein Link dazu.   Es wäre demnach durchaus ein Option, dass Paulchen ein solches Opfer geworden ist, zumal ich Nachts regelmäßig Schüsse höre.

Eingefangen hat ihn sicher auch keiner, dazu war er zu scheu. Angefahren und mitgenommen schließe ich auch aus. Im Laufe der 15 Jahre die wir hier leben, haben wir drei Katzen durch Autos verloren. Kein Fahrer hat jemals angehalten um  Bescheid zu sagen, dass ihm eine Katze vors Auto gelaufen ist. Die lagen alle platt vorm Haus am Straßenrand, angefahren auf einer Straßenbreite von maximal  4 m Breite. Das ist schon eine Kunst aber wenn das Schicksaal es so will, passiert es eben.

Trotzdem hoffe ich immer noch,  dass Paulchen wieder auftaucht.

Kommentare:

  1. Hallo Christiane,

    ich verstehe so gut, dass Du Dir soviele Gedanken um Paulchen machst. Das Grausamste ist die Ungewissheit, wenn man gar nicht weiss, was ist passiert.

    Das mit einem Jäger könnte eine Möglichkeit sein.

    Trotz allem hoffe ich mit Euch, dass er doch noch nach Hause kommt.


    LG Claudia

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  2. Ich fühle mit dir! Und hoffe trotzdem von ganzem Herzen, dass Paulchen nur auf Wanderschaft ist und wieder zu dir zurückkehrt! Das Schlimmste ist wirklich die Ungewissheit, das habe ich selbst erfahren. Da ist man dann froh, wenn man sein Tier doch begraben kann und die Gedanken aufhören zu kreisen... Als ich auf der Suche nach meiner (dann doch überfahrenen) Siamkatze mit den Nachbarn sprach, war ich völlig erstaunt, wie weit sie sich regelmäßig von ihrem Zuhause entfernte - nie hatte ich damit gerechnet. Und letztes Jahr nahmen wir für einige Zeit einen - allerdings da noch unkastrierten - knapp 1-jährigen Siamkater auf, der sich gut 1 km von seinem Zuhause herumtrieb.
    Ich halte euch die Daumen!

    Liebe Grüße von Christina

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  3. Das tut mir wirklich sehr leid! Ja, die Ungewißheit ist das Schlimmste. Aber vielleicht taucht er doch noch auf? Ich wünsche es Dir!

    Liebe Grüße,

    Marina

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