Freitag, 21. Oktober 2011

Was liegt an

Da unsere pelzigen Reporter zwar immer auf der Jagd nach Abenteuern und Geschichten sind, es aber versäumen, diese ordnungsgemäß auf der Tastatur in Worten festzuhalten, will ich etwas plaudern über die momentane Lage.

Willy, der des Nachts zu Unzeiten penetrant nach Aufmerksamkeit verlangt hat, hat durch sanfte Schläge mit meinem Kopfkissen gelernt, dass Dosis Nachts nicht jede Stunde aufstehen und Katzen bedienen können. Ich konnte ihn soweit programmieren, dass er nicht vor 6 Uhr morgens anfängt, mich aus dem Bett zu schmeissen. Seine Weckmöglichkeiten sind vielfältig. Von Ganzkörperschmusen, elegantem Moonwalk auf meinem Bauch, ins Ohr brüllen, anpfoten, kratzen, laut weinendem Miauen und unter der Bettdecke nach Füßen suchen ist alles drin. Jetzt wartet er höflich mit seinem Repertoire - leider nicht bis zum Weckerklingeln um 6.30 Uhr. Aber ich bin schon zufrieden mit 6 Uhr und erhebe mich gern (nicht immer). Alle, die die Nacht drin verbracht haben rennen in die Küche, fressen hastig ein paar Happen und wollen anschließend nach draußen. Vor der Hintertür wartet Keksi. Sie drücken sich an ihm vorbei aber er interessiert sich sowieso nur für sein Schälchen mit Futter. Twinkle haucht ihm schnell noch etwas heiße Luft ins Gesicht - rein aus Prinzip, einer muß ja mal was sagen. Twinkle ist auch der einzige, der sich  mackerhaft vor dem Nachbarkater Sando aufbaut. Den interessiert das allerdings nicht die Bohne. Da hat Sando eher Respekt vor Silla die manchesmal wie eine Puderquaste vor ihm steht und ihm deutlich macht, dass sie ihn nicht ausstehen kann.

Hermann ist viel unterwegs, manchmal sehe ich ihn  2 Tage lang nicht. Wenn er dann ins Haus kommt weiß er nicht, was er zuerst machen soll: mir seine Abenteuer berichten oder fressen. Meist versucht er es gleichzeitig muss dann aber mit ersterbenden Gurgeln feststellen, dass man nicht gleichzeitig fressen und reden kann. Dann läßt er sich auf der erstbesten weichen Unterlage nieder und verfällt in stundenlangen Tiefschlaf. Seine Ausflüge müssen sehr anstrengend sein.

Tinkerbell ist auch etwas ruhiger geworden und hat ihre Schmuseattacken reduziert. Wenn sie mich erspäht hatte, kam sie sofort auf mich zu und verlangte mit ihrer wirklich nervtötender Stimme auf den Arm genommen zu werden. Dann flippte sie völlig aus. Rollte sich in meinem Arm,  um meinen Hals, war sich gegen mein Gesicht. Eine Nähe, die den Katzenallergiker nicht unbedingt erfreut.

Paulchen hält sich am wenigsten in der Wohnung auf.  Wenn er drin ist benimmt er sich gut und spielt sogar manchmal noch mit seinem Rascheltunnel. Er könnte mehr auf den Rippen haben. Was die anderen zu viel futtern frißt er zu wenig.  Das war schon von Anfang an so. Meistens übernachtet er in der Scheune und ich sehe ihn oft mit Keksi zusammen.

Keksi hat neben Paulchen noch einen zweiten Kumpel, einen Igel. Beide sitzen vor der Hintertür und warten auf Futter. Igli, wir wir ihn nennen, rennt Keksi glattt über den Haufen wenn es Futter gibt. Und dann stellt er die Futterschale hochkant damit er bequemer fressen kann. Keksi ist immer noch schüchtern und läßt mich nicht mehr als 3 Meter an sich heran. Aber er kommuniziert bereits und verlangt lautstark nach Nahrung. Auch den Trick mit dem Fliegengitter hat er raus. Dranklemmen und dann kommt jemand. Nervige Sache. Ich warte noch auf den Augenblick, wo Igli am Fliegengitter klebt.

Wenn ich es jetzt noch schaffen würde,  der Bande klarzumachen, dass es nur 3 mal am Tag was zu futtern gibt und nicht für jeden immer dann, wenn ihm danach zumute ist,  würde unser Zusammenleben noch ein kleines wenig schöner werden.


Keksi wird forscher

Igli

Silla sagt Sando die Meinung

Kommentare:

  1. das leben mit deinen katzen klingt ja unheimlich spannend. mein kater ist dagegen ja schon fast langweilig, liegt wahrscheinlich an seiner faulheit. (:
    unheimlich niedliche bilder und der text gefällt mir sehr.

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  2. Hallo liebe Christiane,
    ach ist das schön, wieder Geschichten aus dem Leben Deiner Katzenbande zu lesen und dazu Deine zauberhaften Fotos zu sehen! Es ist einfach herrlich, wie Du die unterschiedlichen Charaktere Deine Samtpfoten beschreibst.
    Danke dafür!
    LG Renate D.

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  3. Hallo liebe Christiane,
    nachdem ich mir eine Pause verdient habe - ich erstelle gerade unsere Einkommensteuer-Erklärung - kam mir Dein Post gerade recht.
    Voll Freude habe ich Deine Geschichte gelesen und mir Deine Fellnasen-Rasselbande bildlich vorgestellt - Deine Ausführungen sind ja auch zu schön zu lesen.
    Ich kann mir gut vorstellen, daß Du mehr als genug zu tun hast - zumal Du ja nicht nur Deine Katzen hast !
    Ich wünsche Dir und Deinen lieben Zwei- und Vierbeinern ein wunderschönes Wochenende und freue mich schon auf Deine nächste Geschichte !
    Liebe Grüße
    Brigitte P.

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  4. Hallo Christiane,

    Du erzählst die Geschichten der Katzen immer so wunderschön, bei Euch ist immer was los. Oh ja, ich glaube es Dir, dass Du alleine mit den Katzen schon sehr beschäftigt bist. Katzen können auch ganz schön hartnäckig Aufmerksamkeit und/oder Futter einverlangen.

    Ich wünsche Dir ein wunderschönes Wochenende.


    Liebe Grüße


    Claudia

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  5. Hach, was habe ich gelacht - deine Erziehungsmaßnahmen, und dann noch die Vorstellung vom Igli am Fliegengitter... :-))
    Du erzählst so anschaulich, dass man das Gefühl hat, man sei mitten dabei. Danke schön dafür!

    Liebe Grüße von Christina

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