Sonntag, 4. März 2012

Paradise lost




An unserer Hintertür befindet sich ein Aufkleber. Himmelblau ist er und Caboodle Ranch steht darauf.

Manche mögen Craig Grant und seine Ranch in Florida/USA vielleicht kennen. Die bunten Häuschen und die Katzen, die ihm im Pulk folgen. Craig Grant, diesen Mann, der sich um 100 erte von Katzen kümmert. Katzen, die niemand mehr haben will, Katzen aus einer Wegwerfgesellschaft.  Dieser Mann mit seiner Vision eines Ortes, in dem diese überflüssigen Tiere unbeschwert eine Chance auf ein Leben bekommen sollten, wurde verhaftet. Als Tierquäler und Animalhoarder gebranntmarkt. In den paar Tagen seiner Abwesenheit wurden die Katzen auf Betreiben der PETA, einer weltweit operierenden  "Tierschutzorganisation", eingefangen und abtransportiert. Die PETA ist bekannt dafür, Katzen und Hunde binnen kürzester Zeit einzuschläfern, wenn sich keiner findet, der sie übernimmt. Die Tiere, die den Häschern der Organisation entkommen konnten, wurden Berichten zufolge von einem Nachbarn  erschossen, der auf seinem Golfwägelchen über die Farm fuhr und mit einer Flinte niederstreckte, was sich noch regte. Proteste beim Sheriff blieben ungehört. Eingeschritten wurde nicht.Craig Grant ist wieder frei aber er ist ein gebrochener Mann. Die Katzen weg, die bunten Häuschen zerstört. Die Farm wurde dem Erdboden gleichgemacht.

Ich habe mich in den letzten Tagen auf die Suche nach Gründen gemacht. Auf Facebook fand ich eine Seite mit Beiträgen voller Hass auf Craig Grant. Was persönliches?  Rache?  Das Puzzle an Informationsteilchen ist vielfältig. Fühlten sich die Nachbarn belästigt ?  Politik?   Lobbyisten?

Tatsache ist, das die "Tierschutzorganisation" (PETA)* jemanden auf die Farm geschleust hat, der über Monate Videos von kranken Katzen gedreht hat und dieses Material ins Internet gestellt hat. Sorry - aber jemand, der über Monate einem Tier beim leiden zusieht ohne helfend einzuschreiten ist für mich ein Sadist.  Deshalb auch die Anführungszeichen beim Wort Tierschutzorganisation. Angeblich wurden die kranken Katzen also nicht tierärztlich behandelt.  Hier in Deutschland gibt es einen Amtstierarzt, der sich kümmert, wenn jemand meint, irgendwo würden Tiere nicht richtig versorgt. Der schaut von Amts wegen nach dem Rechten. Bei Mißständen gibt es Auflagen und erst wenn die nicht erfüllt werden, wird eingeschritten, die Tiere beschlagnahmt und weitere Tierhaltung untersagt. Verhaftet wird eher keiner, die Tiere werden nicht getötet und das Haus desjenigen wird auch nicht mit der Abrissbirne plattgemacht.  In den USA scheint das anders zu sein. Der Wilde Westen lebt.  Das Wort Lynchjustiz mag ich gar nicht in den Mund nehmen.

Gelesen habe ich auch über die Mutmaßung, die  PETA, die über beträchtlichen Einfluß verfügt, wolle mit der der Caboodle Ranch ein Exempel statuieren um ein Gesetz zu kippen, dass die Gründung solcher privaten Initiativen wie Craigs Ranch erlaubt und unterstützt hätte.

Wie auch immer. Als Außenstehender kann man die Dinge nicht gründlich genug beurteilen um sich ein abschließendes Urteil zu bilden. Die Umstände jedoch hinterlassen ein merkwürdigen Eindruck und das Wort "Tierschutz" bekommt einen bitteren Nachgeschmack. Das Wort Menschenwürde und das Wort Menschenrechte auch.

Ich stehe zu Craig und seiner Vision.

Wer meint, er könne sich eine Meinung bilden und diese positiv für die Caboodle Ranch ausfällt, kann sich einer Petition anschließen, die bewirken soll, dass man Craig erlaubt seine Ranch wieder aufzubauen und die Katzen zurückkommen.


Für die Petition  guckst du hier




Ich füge noch zwei Links zur allgemeinen Information bei, für mehr Infos bitte Google bemühen. Links zu Facebookseiten in der Sidebar.



Das Thema haben auch Anna und Christina aufgegriffen:
zum Beitrag von Anna  (Zauberwesen)
zum Beitrag von Christina (Stoppelhopsblog)



* Nachtrag: Die PETA ist eine Organisation, die sich für die Rechte der Tiere nicht für deren Schutz einsetzt wie ich mittlerweile gelernt habe ...
PETA =
People for the Ethical Treatment of Animals
andere Übersetzung =
People Exterminating Thousands of Animals



Kommentare:

  1. Ach du meine Güte, ich hab doch erst vor kurzem einen Bericht über die Carboodle Ranch im Fernsehen gesehen. Und nun das ?!?!

    Ich hab gesehen wie liebevoll Craig mit seinen Babies umgegangen ist, aber gleichzeitig habe ich auch gedacht: Was passiert, wenn der mal nicht mehr kann (Alter, Krankheit,ect)

    Das es nun so endet finde ich fies und unfair!!!

    Das erinnert mich ein wenig an unseren Campingplatz, wo auch Pächter Katzen gefüttert haben und nach als die neuen Besitzer den Platz übernommen haben durften sie nicht mehr füttern. Taten sie es doch, wurde ihnen gekündigt....

    So löst man Probleme ...egal ob und wie das Tier dabei drauf geht....
    Das macht mich total wütend!!!
    Danke, dass du auch das veröffentlichst!
    Liebe Grüße
    Stefanie

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das ist sicher der Campingplatz in Ringmar ... Es stand in der Zeitung. Unfassbar ...
      LG Christiane

      Löschen
    2. So ist es ...da fehlen einem die Worte!

      Löschen
  2. Oh Mann, nun muss ich mal tief schlucken...
    Sicher war Craig Grant auch ein Animal-Hoarder - wenn das bedeutet, dass jemand all sein Hab und Gut zum Wohle notleidender Tiere einsetzt, sogar weit über seine Kräfte hinaus...
    Die Homepage der Caboodle-Ranch habe ich irgendwann letztes oder vorletztes Jahr entdeckt und bringe Mr. Grant für die Umsetzung seiner Vision vom freien und trotzdem behüteten Leben der von ihm betreuten unzähligen - von anderen verstossenen - Katzen tiefen Respekt entgegen!
    Dass ihm nun so übel mitgespielt wurde - und den armen Tieren voraussichtlich ein baldiges elendes Ende droht - das ist wieder ein Punkt mehr auf meiner Liste gegen dieses Land der unbegrenzten Möglichkeiten, diese Land des unbegrenzten Machtmissbrauchs und des unbegrenzten Rechts des Stärkeren...

    Ich würde deinen beeindruckenden Artikel gerne aufgreifen und hierher verlinken, Christiane.

    LG Christina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, mach das. Vielleicht findet sich so der ein oder andere, der die Petition mit unterzeichnet.
      LG Christiane

      Löschen
    2. Den peta-Link auf meinem Blog habe ich gerade gelöscht...

      Löschen
    3. Danke für Deine Unterstützung.
      LG Christiane

      Löschen
  3. Es ist einfach nur furchtbar, unfassbar. Ich habe auch vor einiger Zeit mal einen Bericht über die Ranch gesehen und hatte vor Rührung Tränen in den Augen. Wie liebevoll alles gebaut worden war für die Katzen.

    Die armen Katzen, man wollte ihnen dieses Leben nicht gönnen.

    Traurige Grüße


    Claudia

    AntwortenLöschen
  4. Hallo liebe Christiane,

    ich bin so erschüttert, ich kann noch gar keinen klaren Gedanken fassen! Allerdings habe ich schon einen Hinweis auf meinem Blog und unserer Homepage geschrieben und zu dir verlinkt.

    Danke für deinen Artikel!!

    Alles Liebe
    Anna

    AntwortenLöschen
  5. Ich stehe auch zu Craig und seiner Vision.
    Hoffentlich erreichen wir viele Leute, die sich anschließen...
    LG Manu

    AntwortenLöschen
  6. Hallo ich habe gerade Euren Blog gefunden.
    Auch ich war erschüttert über das Vorgehen von Peta USA und allen Mithelfern. Inzwischen habe ich versucht ein paar Medien in Deutschland auf die Situation aufmerksam zu machen. Vielleicht würde es helfen wenn jeder von Euch sich auch nochmal bei “Bild” Sat 1″ RTL usw meldet und um Aufklärung bittet!

    Ich habe auch den Thread der Mitarbeiterin von Peta gefunden der dies alles zu verdanke ist- sie sollte dort wohl spionieren anstatt zu helfen- auch sie kriegt noch ne gepfefferte Mail von mir.

    Überlegt doch mal gemeinsam mit mir was wir noch tun können um Herrn Grant zu helfen…..(außer die Petition an alle Bekannten und Freunde weiterleiten) auch ein Anwalt der sich mit Tierrecht auskennt wäre gut.
    Hat jemand Verwandte oder Bekannte in Florida?

    Ich werde nicht aufhören nach Hilfe zu suchen um ein wenig von dem Geschehenen wieder gut zu machen. Notfalls in Urlaub hin fliegen und beim Wiederaufbau helfen

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Heute erschien ein Update auf der Seite der Caboodle Ranch. Es ist ernüchternd zu hören, dass mit der Rückgabe der Katzen nicht zu rechnen ist. Und wäre ich an der Stelle von Craig Grant, würde ich die Ranch dort, wo sie einmal war, nicht wieder aufbauen. Der Hass, der ihm entgegenschlägt würde sich auch in Zukunft in irgendeiner Form Bahn brechen.

      Sicher kann man versuchen, die Medien hierzulande auf das Geschehen in den USA aufmerksam zu machen. In welche Richtung das losgeht - sprich für oder gegen die Ranch - bleibt offen. Schließlich ist es eine weltweite Organisation mit der man sich anlegt.

      Über die Sache aufklären, die Petition überall rumreichen und spenden. Das ist sicher nicht weltbewegend aber steter Tropfen höhlt auch den Stein.

      Es müsste mehr über Facebook laufen ...

      Christiane

      Löschen
    2. Hallo, flieg in deinem Urlaub dort hin... die Katzen sind tot, dank PETA! Ich für meine Person, denke, das man PETA mehr schadet, wenn man diese Geschichte verbreitet...einfach mal PETA tötet Tiere googlen...30000 getötete Tiere! Man könnte auch auf die PETA homepage gehen und die Gegenargumente lesen... die aber sehr lächerlich sind.. LG

      Löschen
    3. ich habe dazu etwas geschrieben
      http://doesikatzen.blogspot.de/2012/04/die-caboodles.html

      Löschen
    4. Hallo!
      Wir sind auch ganz bestürzt darüber, was mit Craigs Katzen und seiner Ranch passiert ist. Wir wollten dieses Jahr dort hin fahren und die glücklichen Katzen besuchen. Nun sind sie leider alle weg und ich befürchte es geht Ihnen auch schlechter als auf der Ranch.

      Auf jeden Fall unterstützen wir Craig und haben die Petition auch an alle Freunde und Bekannten weitergeleitet. Ich glaube aber, dass es tatsächlich mehr in die Medien gebracht werden sollte und habe damit gleich angefangen es an alle Redaktionen der Zeitschriften zu mailen, die mal über Craig berichtet hatten. Vielleicht "traut" sich ja noch jemand von Euch es auch an Fernsehsender & Co. zu tragen...?
      Ich finde die knapp über 10.000 Unterschriften auf der Petition sind viel zu wenig. Es müssen 100.000 werden!
      Liebe Grüße

      Löschen
    5. Ja, ich finde auch, es müssten mehr Unterschriften werden. Aber der Wiederaufbau der Ranch geht wohl voran wie ich auf Facebook erfahren konnte. Man ist guten Mutes die Katzen zurück zu bekommen. Wie immer in solchen Fällen sind Spenden das A und O.
      LG Christiane

      Löschen
  7. Mein Gott, ihr habt doch alle Topmaten auf den Augen! Habt ihr euch überhaupt mal die Bilder und Videos angesehen, die die PETA gemacht hat?
    Ja, ich kann nachvollziehen, dass es natürlich einige kranke Katzen geben muss, bei solchen Mengen von Tieren und dass die PETA sich natürlich diese Katzen rausgesucht hat, um ihr Vorhaben zu bekräftigen.
    Aber habt ihr mal gesehen, wie das Haus auf der Farm aussah? Dieser mit Maden überladene Kühlschrank, in dem Medikamente lagen?! Vielleicht hatte er nicht mehr vor, diese vergammelten Sachen zu benutzen, aber wenn man eine Ranch für Tiere aufmacht, dann sollte man auch in der Lage sein, alles hygienisch und sauber zu halten, sonst muss man halt weniger Tiere aufnehmen! Die Waschbecken und Toilette waren versifft und vergammelt, es lagen Rasierklingen herum und vergammelte Lebensmittel! Hinter der verdreckten Toilette verkauerte sich eine Katze, die man in dem ganzen Dreck fast nicht gesehen hat!
    Ich finde es super, wenn Leute solche Heime für Katzen aufbauen, aber man muss auch sehen, dass man dem gewachsen ist und sich kümmern kann! Und das hat nicht nur damit zu tun, dass man die Katzen füttert und streichelt, sondern auch, dass man das Umfeld sauber hält, dass regelmäßig der Tierarzt kommt und - ja, auch das - dass die Tiere eingeschläfert werden, wenn sie unheilbar krank sind und somit ein Risiko für die anderen Katzen darstellen.
    Danke fürs Lesen.
    Wer mich zerreissen möchte, darf mir gerne eine mail schreiben. (melschmi@ist-einmalig.de) oder hier antworten. Freu mich schon auf eure Hasspredigten, aber an sich habe ich recht.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo "Anonym",

      Sie haben Monate gebraucht um diesen Blogeintrag zu kommentieren und so habe ich mir erlaubt, in paar Tage verstreichen zu lassen, ehe ich antworte. Wenn Sie genauer hingesehen hätten, wäre Ihnen vielleicht aufgefallen, dass der Blog geschlossen ist.

      Was die Angelegenheit mit der Caboodle Ranch angeht, "ist der Drops gelutscht" - um das mal salopp auszudrücken. Die Ranch mit den Katzen wird es nie wieder geben. Ich habe nach der Räumung über einen langen Zeitraum die Aktionen der Craig-Leute und deren Gegner auf Facebook verfolgt. Das Schicksal der Caboodle-Katzen, deren Leben und Zukunft so tierliebe Vereinigungen wie die PETA
      und die ASPCA für ihre Ideologien geopfert haben, hat mich tief bewegt ebenso, wie mit Menschen umgegangen wird, die sich gegen den "mighty buck" solcher Organisationen nicht wehren können.

      Ich bin Ihrer Meinung, dass man einer so großen Zahl von Katzen nicht gerecht werden kann. PETA und Co hätten ihren Einfluss und ihr Geld in Hilfe für die Ranch einfliessen lassen können. Statt dessen haben sie, ihre politischen Ziele verfolgend, die Ranch, die Katzen und den Menschen dahinter vernichtet. Die Caboodle Ranch ist nicht die einzige Einrichtung dieser Art, die auf diese Weise
      niedergemacht wurde. Es ist Ihnen sicher auch bekannt, dass die PETA in den USA den größten Teil der abgegebenen Fundtiere tötet (auch junge und gesunde Tiere) , mit der Begründung, die hätten sowieso keine Zukunft. Da stellt sich die Frage, was besser ist, ein Leben auf der Caboodle Ranch oder der Tod durch Vergasen. *

      " Die Prüfung von 290 Unterlagen von PETA-Tierheimen, die von der Abteilung für Landwirtschaft und Verbraucherdienste von Virginia vorgenommen wurde,
      zeigte, dass PETA 84% der ihm anvertrauten Tiere bereits innerhalb von nur 24 Stunden umbringt. Zusätzlich entdeckte die Inspektion, dass das Tierasyl von PETA den von ihm selbst veröffentlichten Richtlinien für das Betreiben eines humanen Asyls nicht entspricht.
      „Seit nunmehr 13 Jahren zeigen die PETA-Chefs, dass sie sich um die armen Hunde und Katzen, die in ihr Tierheim in Norfolk gelangen, nicht
      kümmern,“ fährt Berman fort. „Es ist an der Zeit, das Tierheim von PETA als Schlachthof neu zu klassifizieren“.
      CCF hat PETAs “Tier-Aufzeichnungen” von der Abteilung für Landwirtschaft und Verbraucherdienste von Virginia für alle Jahrgänge seit 1998
      erhalten. Die Öffentlichkeit kann unter dem folgenden Link Einsicht nehmen: www.PETAKillsAnimals.com."

      Und in noch etwas haben Sie Recht: Einer Organisation wie der PEtA, die sich durch spektakuläre Hochglanzwerbung, geschickt inzenierte Aktionen, provozierend geschmacklose Kampagnen (ich erinnere an die Bilder aus dem KZ, den Vergleich von Tieren mit den Juden ) - so einer Organisation glaube ich gar nichts. Propaganda vom feinsten, nackte Promis vor der Kamera, das bringt Geld, daran kann man gut verdienen. Und das tun sie dann ja auch.

      einen freundlichen Gruß

      Was sind Topmaten? Hoffentlich kein neuer Virus ;-)
      *und lesen Sie mal Franz Werfels "Stern der Ungeborenen"

      Löschen