Dienstag, 28. August 2012

Probeläufe

Ich mache mich ein wenig rar zur Zeit. Das hat viele Gründe. Ich wünschte, Ninifee wäre noch da um über all die seltsamen Dinge zu berichten, die ihre Dosi so treibt. Fahrradfahren zum Beispiel. Wie ihre Dosi blass vor Angst, sie könnte beim Aufsteigen umfallen, ein merkwürdiges Gefährt besteigt, damit wild in die Pedale trampelnd verschwindet und mit hochrotem Kopf wieder zurückkommt. Wie anschliessend Diskussionen mit dem Dosimann entbrennen und jener mit dem Schraubenschlüssel an der mittlerweile gelgepolsterten Sitzfläche für überdimensionierte Dosipopos die Höhe verstellt, am Lenker Änderungen vornimmt und anderes mehr. Wie ihre Dosi nach ihrer kleinen Runde mit dem Rad humpelnd im Haus verschwindet, ihre Knie mit Schmerzsalbe einreibt und die malträtierte Sitzfläche kühlt. Stoff für eine Ninifee-Geschichte.

Es ist nicht so, dass ich noch nie in meinem Leben Fahrrad gefahren wäre, nein aber ich habe diese Betätigung bereits vor Jahrzehnten aufgegeben, weil meine Knie heftig gegen diese Art der Körperertüchtigung protestierten. Letztes Jahr haben wir bei den Gebrüdern Albrecht ein Fahrrad erstanden. Mit einem tiefen Einstieg, weil ich nicht nur unkooperative Knie sondern auch noch eine steife Hüfte habe. Was letztlich mit ein Grund dafür war mit dem Reiten aufzuhören und eine massive Hürde auch beim Aufsteigen auf den Drahtesel darstellt. Gegen die ersten Probefahrten rebellierte  vordergründig mein Allerwertester und ich gab sehr schnell wieder auf, stellte das Teil in den Schuppen. Mir blieb ja noch das Laufen, was aber, wenn man alleine in der Walachei unterwegs ist, für meine Begriffe eine sehr langweilige Betätigung ist.

Und weil ich beschlossen habe, mindestens 10 - 12 Kilo Übergewicht loszuwerden, wurde die Aktion "Fahrradfahren" wieder aktuell. Ein neuer Sattel und neue Erkenntnisse über individuelle Sattel- und Lenkereinstellungen führen zur Zeit zu diversen Probefahrten. Radfahren - sofern schmerzfrei möglich - macht mehr Spaß als Laufen !


der Drahtesel nach einer Probefahrt - man beachte die Winkelung des Sattels, der während der Fahrt ruckartig nach hinten gesackt ist was mir fast einen Sturz eingebracht hätte.  

Kommentare:

  1. Ich spaziere auch lieber zu Fuß als mit dem Fahrrad zu fahren - aber mit dem Rad kommt man einfach weiter. Hoffentlich war der lose Sattel nur ein Montagefehler, so sieht das Rad jedenfalls sehr praktisch und stabil aus. Bei mir darf der Sattel nicht zu hoch sein, damit ich im Sitzen mit den Zehenspitzen den Boden erreiche. *Hüstel* Sieht blöd aus beim Fahren, aber nur dann hab' ich keinen Schiss... ;-)
    Du siehst - hier gäbe es auch genug Stoff für kätzische Reporter.

    Liebe Grüße von Christina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Geht mir aus so mit der Sattelhöhe. Ich muss im Fall der Fälle sofort Bodenkontakt haben sonst falle ich um. Dabei sollte der Sattel so hoch sein, dass man beim Radeln fast eine gestreckte Beinposition hat - das schont die Knie, nur was nützt es mir, wenn das Auf- und Absteigen zur Wackelpartie wird. Da habe ich auch Schiss ;-)
      lg Christiane

      Löschen
  2. Das ist ja jetzt zum Glück gut gegangen, liebe Christiane.
    Ich hoffe, du bekommst das mit dem Sattel hin, dass er nicht mehr nach hinten kippt. :-)

    Da ich durch Kopfgelenksstörungen mit Schwindel zu tun habe, muss ich auch vom Drahtesel absehen und mich auf Schusters Rappen begeben.

    Liebe Grüße
    Christa

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Oh je, dann bist Du auch gebeutelt. Aber jemand ohne Wehwehchen gibt es wahrscheinlich auch nicht, vor allem, wenn man seine Jugend lange hinter sich gelassen hat.
      lg Christiane

      Löschen
  3. Du bist eine so grandiose, wunderbare, einmalige Geschichten-Erzählerin mit so viel Sinn für Humor, liebe Christiane, ich könnte Dir stundenlang zuhören. Ich versinke geradezu in jedes Wort.
    Aber mal ernsthaft, auch das Fahrradfahren ist reine Übungssache.
    Der Sattel sollte allerdings schon halten und für den Anfang kann der Dosimann doch die Höhe so einstellen, dass Du den Boden gerade noch mit den Füßen erreichst. Hast Du Dich erst einmal "eingefahren" und fühlst Dich einigermaßen sicher, dann kann er ihn doch immer noch höher stellen.
    Auf alle Fälle wünsche ich Dir gutes Gelingen, denn viel Bewegung ist eine große Hilfe für Dein beachtliches Vorhaben.
    Du schaffst das !
    Ganz liebe Grüße
    Laura

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke für Deinen Zuspruch :-)
      Mit den Füßen bzw. wenigstens den Zehen brauche ich Bodenkontakt - ich fühle mich sonst so unsicher beim Auf - und Absteigen, dass ich allein aus dieser Unsicherheit schon die Fallsucht bekomme. Aber ich bleib dran !
      LG Christiane

      Löschen