Montag, 23. Juni 2014

Hafen im Fokus


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mein Beitrag zum s/w Fokus am Montag bei Christa (What I Love) ...

ist wieder mal hafenlastig. Dieser Virus wird mir wohl noch eine Weile erhalten bleiben :-) Es handelt sich schließlich um ein Stück Vergangenheitsbewältigung  :-)   Oben Original, in der Mitte nur der Hafenbereich im Hintergrund coloriert und unten eine nostalgische Sepia-Version




Wer noch Lust hat auf ein paar Eindrücke aus dem Hafenbereich mag noch bleiben und sich mit uns umsehen:


Blick auf den Holz- und Fabrikenhafen, hier werden  immer noch fleißig Güter umgeschlagen


rechts die Rolandmühle, seit 100 Jahren in Betrieb ...


... ein legendäres Industriedenkmal


die alte Feuerwache am oberen Ende des Hafens


Herr und Frau Dosi haben keine Verrenkungen gescheut 


um die typische Hafenlandschaft mit ihren Kränen festzuhalten


dieser Kran ist nicht mehr in Betrieb. Er steht  vorm Speicher 11 ...


... wo wir in dem Restaurant "Port" ein gutes Frühstück hatten ...


... was die fußläufige Begehung des gezeigten Hafenbereiches erst möglich machte



Das Hafenkopfgebäude stand einst am Ende des zugeschütteten Überseehafens. Also es steht immer noch am gleichen Platz aber das Hafenbecken ist weg. Wieso, wird sich mancher fragen - da ist doch noch Wasser ...


... das ist soweit richtig, es handelt sich aber nur um einen kleinen dreieckigen Fischteich

ausgesehen hat das einst so:



Diese Aufnahme ist 40 Jahre alt (Scan vom Dia). 1974 war die "Dar Pomorza" zu Gast im Überseehafen. Für den Fischteich wäre der Segler definitiv überdimensioniert - abgesehen davon, dass er zum fliegenden Holländer mutieren müsste um dorthin zu kommen ;-)  Damals waren hier häufig die großen Segelschulschiffe der Welt zu Besuch und wir sind oft hin um sie zu bestaunen. 



Wer sich jetzt fragt, warum die Hanseaten einfach eines ihrer Hafenbecken zuschütten findet in dem Wandbild auch schon die Antwort. Schuld sind die Container. Früher wurde in den florierenden  Bremer Häfen vornehmlich Stückgut umgeschlagen, Baumwolle, Kaffee, Tee.  Da braucht man viele Anlegemöglichkeiten für Schiffe und viele Leute, die das fachmännische Stauen der Ladung bewerkstelligten. Ich kann mich noch gut an die täglichen Durchsagen im Radio erinnern "benötigt werden die Gänge 12 - 15 und die Vorarbeiter 7,23,9 und 21" (Gang = eine Gruppe von Stauern mit einem Vorarbeiter)  Dann kam die Sache mit den großen bunten Kisten auf. Die vielen Stauer wurden arbeitslos, der Hafen wurde weniger frequentiert. Für die großen Containerschiffe ist die Weser nicht tief genug und der Weg nach Bremen ist lang und unrentabel. Somit wurde die Kapazität im Überseehafen einfach nicht mehr gebraucht. Durch das Verfüllen des Hafenbeckens entstand ein Areal von 300 ha auf denen ein neuer Stadtteil im Werden ist:

  Die Überseestadt


und da gibt es in weiten Teilen noch sehr viel zu tun





Kommentare:

  1. Christiane, das ist heute ein ganz großartiger Beitrag zum Thema "Altes muss Neuem weichen", wobei hier ganz viel Wehmut aufkommt.
    Es ist wirklich sehr schade, dass die tollen Segler hier nicht mehr anlegen können und man dem bunten Treiben zusehen kann.
    Dürfen denn die Feuerwache und der legendäre Roland bleiben?

    Zum heutigen Fokus: hier gefallen mir beide Bearbeitungen gleich gut, liebe Christiane. Mit der Colorierung des Hintergrundes wird der Hafenbereich sofort in den Mittelpunkt gerückt und die Sepia-Version sieht natürlich sehr edel für dieses Motiv aus. :-)

    So, jetzt knie ich mich noch ein wenig hinter die Herrschaften auf dem Bild und lasse mir den Hafenflair um die Nase wehen. :-)

    Liebe Grüße, schön, dass du wieder mit von der Partie warst und hab eine feine neue Woche
    Christa

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    1. Rein theoretisch könnten die Großsegler auch in einem anderen Hafenbecken festmachen. Heute spielt sich die Präsentation meist auf den großen Seglerparaden ab - die waren damals gerade so im Kommen.
      Die alten Hafengebäude stehen größtenteils unter Denkmalschutz und werden zu vielerlei Zwecken genutzt. ( Büros, Gastronomie, Museen auch Wohnungen)
      Und dem Roland in der Innenstadt wird wohl keiner an den Kragen gehen - schließlich ist er Bremens Wahrzeichen :-)
      lg Christiane

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  2. Wow, was ein toller Spaziergang mit wunderschönen Fotomotiven. Da freue ich mich nicht nur über den Fokus, sondern auch, dass du uns mitgenommen hast in den weiteren Hafenbereich. Danke!

    Ach ja, der Stromkasten, einfach TOP.

    Liebe Grüße und eine schöne Woche wünscht dir
    Arti

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  3. Hallo Christiane,
    das ist insgesamt ein toller Blogbeitrag, sehr informativ und klasse Bilder. Beim S/W - Fokus gefällt mir die Bearbeitung in der Mitte tatsächlich besser als das Original.
    Liebe Grüße
    Elke

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  4. Dein S/W Fokus hast Du toll bearbeitet und hast uns gleich wunderbare Aufnahmen und einen schönen Einblick in den Hafenbereich gezeigt. Sehr schöne Bilder!

    Liebe Grüße
    Biggi

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  5. Sehr interessant und gut anzuschauen um zu vergleichen, das Gestern und Heute am Hafenbecken!
    Sehr gut gefällt mir das rückwärtige Gruppenfoto!
    LG Heidi

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