Samstag, 3. August 2019

Sommer-Verdruss

Jeder wird es bemerkt haben: Der Juli war trocken und heiß.
Stellenweise auch staubig. Letzteres war den Mähdreschern geschuldet, die unaufhörlich Feld für Feld abgeräumt haben. Unsere Weide zeigt sich vertrocknet im gleichen Farbton wie die abgeernteten Felder.






Die Wärme und die Trockenheit haben Folgen. Braunes Weideland auch bei den Rindern. Wasser von oben wäre dringend erforderlich.




Wasser von unten fehlt auch - der Grundwasserspiegel sinkt.

Dieser Schotterweg führt zu einer  Betonbrücke über einen kleinen Bach. Selbiger ist in seinem weiteren Verlauf trocken gefallen, so dass die Fische verenden und sich die Wasserwerke, die hier ihre Tiefbrunnen betreiben mit den  Umweltbeauftragten darüber streiten, wer oder was denn nun die Schuld an diesem noch nie dagewesenen Umstand trägt. Alarmiert durch die Berichte pilgere ich nun gelegentlich zur Brücke und schaue, ob noch Wasser fließt. Wenigstens an dieser Stelle plätschert es noch. Für ein paar nasse Fußsohlen würde der Wasserstand ausreichen.  Für ein erfrischendes Kneipp-Bad ist es zu wenig.
Dabei kommen mir nostalgische Erinnerungen an Zeiten, als der Bach noch lebhafter war, der Weg noch ein Sandweg und die Brücke eine einfache aber stabile Holzbrücke mit Bohlen. Damals bewegte ich mich noch mittels Pferd durch die Gegend und der Sandweg war eine willkommene Strecke für einen kleinen Galopp. Mein Pferd hatte etwas gegen Bachüberquerungen. Das Betreten gefährlicher Holzbretter zwischen denen man das Wasser sehen konnte war ein absolutes NO GO. Es brauchte sehr viel Überredung ehe wir über die Brücke waren und unseren Ritt auf der anderen Seite fortsetzen konnten. Ein nostalgischer Rückblick in jeder Hinsicht:  Nichts bleibt, wie es ist oder wie Herbert Grönemeyer so treffend feststellt:   bleibt alles anders.  


Rückblick: Ritt über das Stoppelfeld 
heute laufe ich meine ehemaligen Reitrunden  zu Fuß ab und mir ist schrecklich langweilig dabei.



es plätschert noch im Bach


Unsere Fellnasen mögen die Hitze auch nicht gern.


Frau Pieselschön sitzt hier dekorativ im trockenem Gras, unter dem Buchsbaum, der ein wenig Schatten spendet. Ihr Fell verfilzt neuerdings regelmäßig und ich muss gestehen, dass wir schon einmal den Tierarzt als Friseur brauchten. Nähern wir uns mit dem Striegel, sucht sie eilig das Weite und so schien es einfacher, die Prozedur des sicher für die Miez nicht angenehmen Auskämmens der Tierärztin zu überlassen. 


wieder da: unser Hermann.
Er hat 10 Tage Abenteuerurlaub irgendwo in der Walachei gemacht.  Den Tag und bedauernswerterweise auch die Nacht nach seinem Wiederauftauchen ist er mir nicht von der Seite gewichen und hat unaufhörlich und laut in aufgeregtem Tenor die Einzelheiten von seinem Trip geschildert. Ich habe nicht viel verstanden aber ich glaube, er war froh, wieder zu Hause zu sein.



Neues aus der Serie "Müll in der Landschaft"
hier hat zwar ein Mitbürger ursprünglich mal seine Gartenbank als Rastplatz spendiert und sie, damit sie auch am Platze bleibt, angekettet.  Doch was man nicht mitnehmen kann, kann man immer noch zerstören.  Dumm nur, dass sich für die Plastikreste niemand mehr zuständig fühlt.

Ich hoffe auf einen verregneten August ...





Kommentare:

  1. Ein Beitrag mit ganz viel von dem *schlimm/furchtbar* und dem *schönen Glück mit Pferd und Katz!*
    Moin Christiane,
    ich wohne hier über den ehemaligen Quellen der ehemaligen Molkerei, ja *es bleibt alles anders*…
    Staubtrocken ist es auch hier, meine Abkürzungen sind Mahlsandwege.
    Ich erinnere mich an Befürchtungen über Ausbruch der Rinder bei Mangel an Futtergras und Wasser, es ist nicht viel Vieh auf der Weide zu sehen.
    Ähnlich gab es etwas sehr verlockendes für Hermann ;), schön den Streuner wieder als Kuschelkatze zu haben.
    Mein Weg ist *noch* müllfrei…
    Nun warten wir auf den Tag als der Regen kam, nur regional, einige der Kinder und Enkel machen noch Strand- und Segelurlaub in Dänemark und Schweden ;).
    LG Kelly

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  2. Hallo Christiane,
    So es hier geht. Wir sind trocken und mit einer Dürre. Waldbrände beginnen wieder zu brennen. Die Katzen suchen kühlen Schatten. Ich hoffe, dass es regnen wird, für uns beide!
    LG Greg und seine Katze 😺😺😺

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  3. Oh wie schön, Hermann ist zurück. Na logisch hat er da einiges zu erzählen. Vermutlich war er das Wasser suchen gegangen.
    Gottlob ist es bei uns nicht mehr ganz so schlimm. Wir hatten zwar auch einiges Tage sehr, sehr heiss aber zwischendurch gab's dann doch mal wieder etwas Regen. Im letzten Jahr sah das anders aus und auch bei uns war der Grundwasserspiegel da ein Thema. Aus dem Schneider sind wir deswegen noch nicht, da bräuchte es schon etwas mehr Regen, als wir bisher hatten. Hmm, ob das nun unsere Zukunft ist? Ich hoffe es nicht … es macht einem Angst.
    Hab einen guten Wochenstart.
    En liebe Gruess
    Alex

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  4. Ich fürchte, auf einen verregneten August kannst du lange warten. Nächstes Jahr vielleicht. :-(

    Hier sieht es genauso aus wie bei euch. Trocken und verdörrt.

    Die Ernte fällt auch dieses Jahr überall kleiner aus.

    Regen ist auch hier nicht in Sicht. Wobei es Freitag tatsächlich mal einen Tag lang vergleichsweise viel Regen gab, da es den ganzen Tag gewittrig war.

    Harren wir der Dinge, die noch kommen.

    LG Frauke

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